Gewinn erarbeiten trotz Kostendämpfung!

Die Artikulation und kostengünstige Erstellung von Modellen


Schon lange stehen die Einnahmen für erbrachte Leistungen im Labor in keinem guten Verhältnis zum Arbeitsaufwand.
Zusätzlich kämpft man mit teilweise ruinösen Angeboten der Mitbewerber. Oftmals kommt hierzu noch die mangelnde Zahlungsmoral mancher Kunden. Gleichzeitig steigen die Kosten für den Einkauf und das Personal.

Sparen heißt hier die Devise! - Aber wo?

Personal kann man nicht noch weniger entlohnen, schon gar nicht wenn man die Löhne von vor 10 Jahren noch im Kopf hat und weiß, daß sich seit dieser Zeit nicht viel bewegte. Alles alleine machen und Techniker entlassen, ist auch keine Lösung. Billige Materialien verarbeiten, das lassen der eigene Anspruch und bestimmt nicht die neuen Haftungsregeln zu

Was soll man also tun? Unsere Antwort heißt Zeit- und Materialsparend arbeiten

Sicher sind Sie mit mir einer Meinung, wenn ich behaupte, daß nur mit gutem Werkzeug ein sicheres und qualitativ hochwertiges Arbeitsergebnis zu erreichen ist. Leider kann man das von den meisten zur Zeit am Markt befindlichen Artikulator-Sytemen nicht behaupten. Sieht man sich in der Preisklasse von 200,- bis 500,- DM um, erkennt man schon nach kurzer Zeit im Labor, die material- und handhabungsbedingten erheblichen Mängel der Nonarcon- bzw. Arcon-Artikulatoren.
Als Alternative möchte ich hier den ARTi -S4- empfehlen. Dieses "mittelwertig" ausgelegte Nonarcon-Gerät besticht durch seine einfache und übersichtliche Handhabung. Alle Flächen-Teile werden aus Aluminium CNC-bearbeitet und eloxiert. Schrauben und Rändel bestehen aus VA-Stahl oder vernickeltem Messing. Durch diese hochwertige Fertigung sind Mängel fast ausgeschlossen. Zur Werterhaltung sollte man jedoch auch bei diesen Geräten auf einen pfleglichen Umgang achten. Eine relativ reichhaltige Optionspalette rundet hierbei das individuelle Angebot ab, so daß auch höhere Ansprüche erfüllbar werden. So erhält man für ca. 265,- DM ein Grundgerät, das optional bis zu einem Fast-Vollwert mit Gesichtsbogen ausgebaut werden kann. Das Grundgerät ist erhältlich mit 2 Paar MONTAGE-Platten (je 1 Paar in ALU und HART-PVC), Bennet-Winkelverstellung und einer festgelegten Kondylenbahnneigung von 22,5° sowie einer Arbeitshöhe von 118 mm. Besonders erwähnenswert ist hierbei jedoch die standartmäßige VERSTELLBARKEIT der MONTAGEBOLZEN. Hierdurch wird ermöglicht, daß fast alle gängigen baufremden Montageplatten eingegliedert werden können. Als besonders abgerundet und kostensenkend erweist sich der Einsatz des SPLIT-SET Gleichschaltungs-Systems. Mit diesem System ist es möglich, sowohl bauhöhengleiche und ungleiche Artikulatoren "zentrisch", als auch "gelenkachsbezogen" gleichzuschalten. Auch das Gleichschaltungs-System besticht durch seine Genauigkeit. Die Maßdifferenzen liegen innerhalb der Gleichschaltungs-Kontur um ± 5 µ bei ALU-Fertigung und um ± 25 µ bei PVC-Teilen. Man kann davon ausgehen, daß durch den Einsatz eines gleichgeschalteten Artikulators fünf herkömmliche Systeme ersetzt werden.
Noch interessanter ist es, wenn zusätzlich zu der oben besprochenen Technik das Modellerstellungs-System nach Rath (MODU System) eingesetzt wird. Die Präzision des hier zum Tragen kommenden Plattensystems, bestehend aus Grund- und Arbeitsplatte mit zusätzlichem, wartungsfreiem Splitcast, ist unerreicht. Selbst die Expansionswerte aller Modellmaterialien werden bei der Produktion ins Kalkül gezogen. Durch die Modellerstellung im MODU-System ist der Techniker in der Lage, innerhalb von 18 Minuten auf einem fertigen Stumpfmodell produktiv zu arbeiten (die Abbindezeit des Gipses ist hier nicht berechnet). Ausgegossen wird lediglich nur noch der Zahnkranz, in eine mit 93 engstehenden Stiften versehene Grund-platte. Danach wird der Zahnkranz skelettiert und in eine, mit den gleichen Führungsstiften versehene Arbeitsplatte umgesetzt. Die Arbeitsplatte ist so gestaltet, daß die Expansion des Gipses ausgeglichen wird. Mit dem Splitcast wird diese dann mit wenig Befestigungsmaterial in den gleichgeschalteten Artikulator eingesetzt. Durch die Führungsstifte in Grund- und Arbeitsplatte, welche die skelettierten Teile führen und ein genaues Umsetzen der Einzelstümpfe ermöglichen, entfällt das PIN-Bohren und -Setzen. Ein Basisabguß und das Trimmen entfällt vollkommen. Somit spart man zusätzlich Zeit und Material. Entgegen der herkömmlichen Herstellung eines Stumpfmodells benötigt man auch kein zusätzliches fremdes Splitcast-System mehr.


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